Tipps zur Aufzucht von Pflanzen
Pflanzsubstrate mit Neem
Neem Presskuchen
Neem Presskuchen wird aus den Neemsamen gewonnen. Man verwendet ihn vor allem als organischen Mehrnährstoffdünger und hilft zudem unerwünschte bodenbürtige Insekten und Nematoden von den Pflanzen fern zu halten. Hier kommen die bioaktiven Wirkstoffe von Neem zum Einsatz, welche von jungen und keimenden Pflanzen mit ihren Wurzeln aufgenommen werden können. Aus diesen Gründen ist der Neem Presskuchen ein sehr gutes Betriebsmittel zur Aufzucht von Pflanzen.
Anwendung:
Wir bieten Neem Presskuchen gemahlen oder in Pellets gepresst an.
- pro Liter Pflanzenerde mit etwa 3 bis 5 g vermischen, bzw. 30 bis 50 g pro m2 in der Oberfläche einarbeiten; bei Jungpflanzen 5 g pro Pflanze
- ins Gießwasser 30 g pro Liter Wasser, den Sud anschließend auf der Erde zwischen den Pflanzen verteilen
- Organischer Landbau: Neem Presskuchen Pellets mit dem Düngerstreuer ausbringen; empfohlene Menge 300 bis 500 kg/ha vor der Frühjahrsaussaat; mögliche Zweitausbringung im Herbst nach der Ernte; danach mit einem Grubber, Egge oder Fräse leicht oberflächlich einarbeiten.
Durchschnittliche Bewertung von 4.9 von 5 Sternen
Inhalt: 0.25 Kilogramm (0,00 € / 1 Kilogramm)
Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen
Neem Netzcoins
Neem Netzcoins enthalten Kokos-Coir, das sind die getrocknete Kurzfasern aus den Schalen von Kokosnüssen, und Neem Presskuchen, gewonnen aus Neemsamen. Sie sind umgeben von einem feinen Baumwollnetz. Die Coins speichern Wasser sehr gut, enthalten alle Nährstoffe für die Anfangsentwicklung der Pflanze und schützen diese durch die wertvollen Neemwirkstoffe vor Befall von gefräßigen Schädlingen. Alle Stoffe der Neem Netzcoins sind natürlichen Ursprungs und biologisch rückstandsfrei abbaubar.
Anwendung:
- Man legt die etwa 5-Mark-Stück großen Coins in eine flache Schale und gießt etwas Wasser hinein. Die Coins quellen nun auf ihr 9-faches Volumen an. Das feine Baumwollnetzt das die Coins umgibt wächst mit und hält sie in Form.
- Dann setzt man den Samen oder den Steckling in die vorgefertigte Kuhle und hat somit ideale Keimungs- und Wurzelwachstumsbedingungen geschaffen.
- Die Schale nun an einen warmen und hellen Platz stellen, regelmässig mit etwas Wasser versorgen, und zusehen wie sich die Pflänzchen entwickeln.
- Wenn die Wurzeln aus den Ballen herauswachsen ist der ideale Zeitpunkt gekommen um die junge Pflanze umzupflanzen. Man nimmt dann den gesamten Ballen und setzt ihn in einen größeren Topf oder gleich ins Freiland.
Neem Discs
Neem Discs sind ergiebige Pflanzsubstrate, sowohl für die Anzucht von Jungpflanzen wie auch als Pflanzsubstrat zur Ergänzung von Pflanzenerde. Zudem lockern sie den Boden, reichern ihn organisch an und speichern sehr gut Wasser. Sie enthalten wie die Neem Netzcoins Kokos-Coir und Neem Presskuchen.
Anwendung:
- Man legt einen oder mehrere Discs in einen Eimer und giesst pro Disc etwa ½ Liter Wasser hinzu. Die Disc quellen nun auf ihr 6-faches Volumen an.
- Das Material mit einer Schaufel oder einem Stock etwas durchrühren und anwenden.
Natürliche Zusatzstoffe für die Aufzucht
Trichoderma
Trichoderma ist ein pilzlicher Mikroorganismus der natürlich in allen Böden vorkommt. Aufbereitet und konzentriert angewendet sorgt er für ein gesundes und kräftiges Pflanzwachstum. Er überzieht den Boden und die Pflanzenwurzeln mit einem feinen Film und verhindert somit das Ausbreiten von bodenbürtige pilzlichen Krankheitserregern.
Anwendung:
- Aussaat/ Stecklinge: 1-2 Tage nach der Aussaat bzw. dem Stecken einmalig 2g pro Liter Wasser mit der Düngungslösung bzw. Bewässerung ausbringen und monatlich mit 1g pro Liter Wasser wiederholen.
- Stecklinge: 50 g Trichoderma pro Liter Wasser einmischen und Stecklinge tauchen Mischung von Trichoderma mit Bewurzelungshormone: 1 Teil Trichoderma Pulver mit 10 Teile Hormone mischen.
- Jung- und Zierpflanzenbau, Gemüse: 1 bis 2g pro Liter Wasser monatlich mit der Düngungslösung oder der Beregnung ausbringen und monatlich wiederholen. Wirkt im Wurzel- und Bodenbereich, deshalb Wurzelraum durchfeuchten. Kann auf Pflanzenteilen weiße Flecken hinterlassen, die durch nachträgliches Überbrausen abgespült werden können.
Mykorrhiza
Mykorrhiza ist ein pilzlicher Mikroorganismus der natürlich in allen Böden vorkommt. Die Mykorrhiza-Pilze verbinden sich mit den Feinwurzeln der Pflanzen und gehen mit ihnen eine lebenslange Symbiose ein. Sie durchziehen mit ihren Hyphen den Boden und vergröβern somit den Einzugsbereich der Pflanzenwurzeln um ein Vielfaches. Auf diese Weise versorgen sie die Pflanzen mit Nährstoffen und Wasser, und erhalten im Gegenzug pflanzlich produzierte Stoffwechselprodukte für ihre Ernährung.
Anwendung:
- Mykorrhiza wird einmalig beim Einpflanzen angewandt. Wichtig ist, dass die Mikroorganismen direkt zu den Wurzeln gelangen. Entweder das Pulver gründlich in Wasser einrühren, dabei öfters umrühren um das Absetzen zu vermeiden, oder das Pulver direkt auf die gut gewässerten Wurzelballen oder Wurzel streuen.
- Aussaat: Mykorrhiza fein direkt mit den Samen in die Saatfurche streuen.
- Aussetzen von Jungpflanzen: 1 bis 2 gestrichene Teelöffel Mykorrhiza pro Pflanze beim Einpflanzen seitlich auf den gut gewässerten Wurzelballen streuen.
- Einpflanzen oder Umpflanzen von Bäumen oder Sträuchern: Mykorrhiza entweder seitlich an den gut gewässerten Wurzelballen streuen oder mit ein wenig Pflanzenerde vermischen und damit seitlich das Pflanzenloch auffüllen. Dadurch kommen die seitlich wachsenden Feinwurzeln schnell in Kontakt mit Mykorrhiza. Nach dem Einpflanzen gründlich wässern.
- Anwendungsmengen: bis 4 L Wurzelballen 75 g, bis 8 L 150 g und bis 40 L 300 g
ChiProPlant (Chitosan)
ChiProPlant (Chitosan) ist ein natürliches Polymer, welches aus dem Chitin von Meeresschalentieren gewonnen wird (Krebse, Schrimps). Für die Anwendung im Garten und Pflanzenbau sind die antibakteriellen, bakterio-statischen und fungiziden Wirkungen von Bedeutung. ChiProPlant löst in den Planzen Abwehrmechanismen gegen bakterielle und pilzliche Krankheitserreger aus. Vorbeugend und regelmässig angewandt werden auftretende Epidemien nur schwach oder gar nicht ausgelöst.
Anwendung:
- Es kann sowohl als wässrige Lösung gespritzt werden wie auch gegossen werden. Um eine wässrige Lösung herzustellen, nimmt man einen gehäuften Teelöffel auf ein Glas Wasser. Dieses gut durchrühren und etwa 30 Minuten stehen lassen. Anschließend auf die Ausbringmenge verdünnen.
- Saatgut: mit 0,5 bis 2 g / L Wasser die Samen beizen oder Stecklinge tauchen