Waschnüsse / Soapnut
Die aus Indien stammende Seifennuss (Sapindus trifoliatus und Sapindus mukorossi) ist schon seit Menschengedenken als pflanzliches Waschmittel im täglichen Gebrauch. Nach zehn Jahren trägt der Baum die ersten Früchte: orangefarbene, klebrige Nüsse, die im September geerntet werden. Nach dem Trocknen sind die Früchte rotbraun bis dunkelbraun und nicht mehr klebrig. Verwendet werden nur die Schalen, die bis zu 15% waschaktive Saponine enthalten, wobei die Qualität von der Erntezeit und dem Alter des Baums bestimmt wird.
Verwendung als Waschmittel
Die Früchte werden in Indien traditionell zum Waschen von Kleidern und Haaren verwendet. Die Schalen der Nüsse geben, sobald sie mit Wasser versetzt werden, eine seifige Lauge ab. Diese sorgt für eine schonende und gründliche Reinigung. Waschnüsse werden als ganze Nüsse gehandelt, wie auch in Pulverform, als gebrauchsfertige halbierte Schalen oder als Flüssigwaschmittel.
Für die Wäsche werden die Nüsse geknackt, der schwarze Kern entsorgt und die Schalen in einem Baumwollsäckchen (oder einer alten Socke) zur Wäsche mit in die Trommel gegeben. Je nach Waschtemperatur und Härte des Wassers variiert die benötigte Menge von 3 bis 7 Nussschalenhälften. Die Waschnüsse können bei Wäschen bis zu 40°C für zwei Waschgänge verwendet werden, danach wird der Rest ebenfalls kompostiert. Bei Weißwäsche empfiehlt sich von Zeit zu Zeit ein zusätzliches Bleichmittel (oder alternativ ein Teelöffel Natron) zuzufügen, um einen Grauschleier zu verhindern, da Waschnüsse keine optischen Aufheller enthalten. Je nach Wasserhärte sollte man einen Wasserenthärter zugeben (oder alternativ Zitronensäure) da das waschaktive Saponinglykosid auch in saurer Lösung wirksam ist. Mit Waschnüssen gewaschene Wäsche ist geruchsneutral, deshalb kann man im Weichspülgang ein paar Tropfen ätherisches Öl (Lavendel, Zitrone, Verbena) zugeben, damit die Wäsche nach Wunsch duftet.
Weitere Anwendungen
Als Duschmittel oder als Shampoo kocht man einige Waschnüsse in Wasser auf und füllt den Sud in eine Flasche. Der Waschnusssud lässt sich auch als Allzweckreiniger für den Haushalt verwenden. Zu Pulver gemahlene Waschnüsse werden als Haarwaschmittel oder Körperreinigungsmittel verwendet. In der Anwendung ist es kaum schaumbildend und hat dennoch eine sehr gute Reinigungskraft. Ein weiterer Vorteil ist, dass es chemische Rückstände herauszuwaschen vermag. Daher wird es auch in den Herkunftsländern zum Waschen von Obst und Gemüse verwendet. So können gefährliche Pestizidrückstände deutlich reduziert werden.
Waschnüsse finden auch in der chinesischen und ayurvedischen Medizin Anwendung.
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Durchschnittliche Bewertung von 4.5 von 5 Sternen
Das traditionelle biologische Waschmittel für die gesamte Wäsche mit wiederverwendbarem Stoffsäckchen. Die ursprünglich aus Indien stammende Waschnuss (Sapindus trifoliatus) ist schon seit Menschengedenken als Waschmittel im täglichen Gebrauch. Die Schalen der Nüsse geben eine seifige Lauge ab - die so genannten Saponine - sobald sie mit Wasser versetzt werden. Sie sorgen für ein sanftes, schonendes und gründliches Reinigen und die Wäsche wird angenehm weich mit neutralem Duft. Die Waschnüsse sind schonend zu Farben und Textilien. Die Anwendung ist hervorragend geeignet für Allergiker und bei empfindlicher Haut. Der natürliche Rohstoff zum Waschen und Reinigen. Inklusive 1 Waschbeutel aus reiner Baumwolle. Anwendungshinweis: Man füllt 4 - 5 halbe Waschnuss-Schalen in das wiederverwendbare beigefügte Stoffsäckchen und gibt es direkt in die Waschmaschine zwischen die Wäsche. Wie gewohnt die Wäsche waschen; für alle Temperaturen und jede Art Wäsche geeignet. Besonders günstig bei Buntwäsche, da die Seifennuss sehr farbschonend wäscht. Bei heißen Waschgängen weichen die Schalen stärker auf als bei niedrigen. Bei niedrigeren Waschtemperatur können die Schalen bis zu drei mal verwendet werden. Danach einfach mit dem Biomüll entsorgen und kompostieren. 1 kg Waschnuss-Schalen reichen bei 2-3 Waschvorgängen pro Woche für ein ganzes Jahr.
Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen
Natron ist die Kurzform für Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3), ein Natriumsalz der Kohlensäure. Weitere übliche Bezeichnungen für Natron sind: Natriumbicarbonat, Backnatron, Speisenatron, Backsoda oder auch Speisesoda. Natron ist ein weißes, geruchsloses Pulver. Es kommt natürlich als Mineral Nahcolit vor. Der größte Teil, den man heutzutage verwendet, wird aus Soda gewonnen - ein Verfahren, welches Mitte des 19. Jahrhunderts vom Berliner Apotheker August Wilhelm Bullrich entwickelt wurde und dessen Produkt unter dem Markennamen "Bullrichsalz" bis heute in Deutschland weit verbreitet ist. Natron ist ein extrem vielseitiges Produkt, eigentlich ein uraltes Hausmittel, welches fast in Vergessenheit geraten ist. Bereits in der Geschichte des alten Ägyptens findet man Hinweise auf die Verwendung von Natron. Seit 2015 ist Natron als Grundstoff für die Anwendung zu Pflanzenschutzzwecken genehmigt (Durchführungsverordnung EU Nr. 2015/2069). Es wird als Fungizid zur Bekämpfung von Falschem und Echtem Mehltau, sowie in der Nacherntebehandlung gegen Schorf eingesetzt. (Dosierung s. unten!) Wichtig ist, dass man Natron oder Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3), nicht mit Natriumcarbonat verwechselt. Natriumcarbonat hat die Summenformel Na2CO3 und es ist umgangssprachlich als Soda oder Waschsoda bekannt. Oberhalb einer Temperatur von 50° C zersetzt sich Natriumhydrogencarbonat zu Natriumcarbonat. Beide Stoffe werden zur Reinigung eingesetzt, allerdings ist Waschsoda reizend und als Gefahrstoff gekennzeichnet, während Natron in geeigneter Qualität/Reinheit sogar oral eingenommen werden kann. Natriumhydrogencarbonat gibt es in verschiedenen Reinheitsstufen, wobei für den Haushalt immer Lebensmittelqualität angewendet werden soll. So kann es zur Herstellung von Kosmetikprodukten wie auch als Lebensmittel verwendet werden. Natron mit einer niedrigeren Reinheitsstufe sollte auf keinen Fall oral eingenommen werden. Natron wird mit Lebensmittelqualität als E 500ii gekennzeichnet. Es gibt Hunderte Anwendungsmöglichkeiten von Natron! Und alle sind extrem effizient, nachhaltig und trotzdem ökologisch unbedenklich und ungiftig für uns Menschen und unsere Haustiere. Man verwendet es im Garten und in der Landwirtschaft im Haushalt zum Putzen und Reinigen zur Körperpflege und zur Gesundheit zum Backen und Kochen für Haustiere Hier finden Sie ein PDF-Dokument zum Download, in dem wir Ihnen viele der Anwendungsmöglichkeiten beschreiben! Entdecken Sie die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten von Natron. Ganz bestimmt gibt es eine ganze Reihe von Anwendungen, die Ihnen im tagtäglichen Lauf der Dinge Erleichterungen und Lösungen bringen werden. Dosierung für die Verwendung gegen Mehltau (Angaben jeweils für 1 Liter Wasser): Für weichblättrige Pflanzen (Gurken u.a. Gemüse): 2,5 ml (g) Natriumhydrogencarbonat Für hartblättrige Pflanzen (Rosen, Obstbäume und Sträucher, viele Zimmerpflanzen):10 ml (g) Natriumhydrogencarbonat